Je nach Wohnort, Alter, Franchise und gewähltem Versicherungsmodell kann dieselbe Deckung bei verschiedenen Krankenkassen mehrere Hundert Franken pro Jahr auseinander liegen.
In vielen Fällen sind es 300 bis 800 Franken, bei Familien deutlich mehr.
Die Grundversicherung ist in der Schweiz für alle Personen obligatorisch. Leistungen und Deckung sind gesetzlich einheitlich geregelt. Was sich unterscheidet, sind die Prämien.
Vergleichsportale zeigen Ihnen die günstigste Prämie in Ihrer Region. Was sie nicht zeigen: ob das Modell zu Ihrer Lebenssituation passt, welcher Anbieter hinter dem Telefonmodell steckt, oder ob Ihre Zusatzversicherungen eine Rolle spielen sollten. Genau dort setzen wir an.
Einen aktuellen Überblick über die Änderungen in der Grundversicherung 2025/2026 finden Sie in unserem Blogbeitrag.
Alle Krankenkassen bieten dieselben gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen an. Was sich unterscheidet, ist nicht nur die Prämie, sondern auch das Versicherungsmodell. Also der Weg, den Sie nehmen müssen, bevor Sie zum Arzt gehen. Die Wahl des Modells hat direkten Einfluss auf die Prämie und auf Ihren Alltag.
| Beschreibung | Sparpotenzial | Für wen |
| Sie wählen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt frei. Keine Einschränkungen beim Behandlungsweg. | Keines. Das ist das teuerste Modell. | Wer maximale Flexibilität möchte und bereit ist, dafür mehr zu bezahlen. |
| Beschreibung | Sparpotenzial | Für wen |
| Ihre erste Anlaufstelle ist immer der Hausarzt. Dieser koordiniert Überweisungen zu Spezialisten. | Mittel (je nach Kasse 10–20% Prämien-Reduktion). | Wer ohnehin einen Hausarzt hat und diesen regelmässig aufsucht häufig die beste Wahl für Kinder. |
| Beschreibung | Sparpotenzial | Für wen |
| Ihre Anlaufstelle ist eine HMO-Gruppenpraxis. Behandlungen ausserhalb der Praxis sind nur mit Überweisung möglich. | Hoch. Je nach Kasse und Region eine der günstigsten Optionen überhaupt. | Wer in der Nähe einer HMO-Praxis wohnt und günstigere Prämien priorisiert. |
| Beschreibung | Sparpotenzial | Für wen |
| Vor jedem Arztbesuch rufen Sie zuerst ein medizinisches Beratungszentrum an. Dieses entscheidet über das weitere Vorgehen. | Hoch (oft 15–25% Prämienreduktion). | Wer selten zum Arzt geht und ein qualitativ starkes Beratungs-Zentrum hinter dem Modell hat. Wichtig: Nicht alle Anbieter sind gleichwertig (siehe weiter unten). |
| Beschreibung | Sparpotenzial | Für wen |
| Kombination aus Hausarzt- und Telefonmodell. Je nach Situation wird der Behandlungspfad flexibel gewählt. | Mittel bis hoch. Je nach Kasse und gewählter Kombination. | Wer Flexibilität und Einsparung kombinieren möchte. |
Welches Modell für Sie oder Ihre Familie sinnvoll ist, hängt von Ihrer Lebenssituation, Ihrem Gesundheitszustand und Ihrem Wohnort ab. Wir helfen Ihnen, das passende Modell zu finden und erklären dabei auch, welche Einschränkungen ein günstigeres Modell im Alltag mit sich bringt.
Die günstigste Krankenkasse in Zürich ist nicht dieselbe wie in Bern oder im Tessin. Prämienregionen, Altersgruppen und Modelle führen dazu, dass die optimale Lösung für jeden Haushalt individuell ist. Wir vergleichen nicht pauschal. Wir vergleichen für Sie.
In einem Familienhaushalt muss nicht jedes Mitglied dieselbe Krankenkasse oder dasselbe Modell haben. Kinder sind häufig im Hausarztmodell versichert, da der Kinderarzt als erste Anlaufstelle ohnehin gesetzt ist. Erwachsene hingegen können je nach Gesundheitssituation, Arbeitsalltag und persönlicher Präferenz von einem anderen Modell profitieren. Zum Beispiel dem Telefonmodell, das deutlich günstiger ist als das Standardmodell mit freier Arztwahl.
Ein gezieltes Splitting innerhalb der Familie kann das Sparpotenzial eines Haushalts pro Jahr spürbar erhöhen. Ohne Abstriche bei der Versorgungsqualität. Oft mehr, als viele erwarten.
Das Telefonmodell (Telmed) ist in der Regel das günstigste Modell in der Grundversicherung. Die Idee: Vor jedem Arztbesuch erfolgt zuerst ein Anruf bei einem medizinischen Beratungsdienst, der über das weitere Vorgehen entscheidet.
Was viele nicht wissen: Hinter den Telefonmodellen verschiedener Krankenkassen stehen unterschiedliche Anbieter. Mit deutlich unterschiedlicher Beratungsqualität.
Manche Dienste arbeiten mit approbierten Ärztinnen und Ärzten, die per App erreichbar sind, Rezepte ausstellen, Arztzeugnis erstellen und bei Bedarf Überweisungen zu Spezialisten veranlassen. Andere Dienste beschränken sich auf eine telefonische Triage ohne weitergehende Leistungen.
Bei der Wahl des Telefonmodells lohnt es sich also, nicht nur auf die Prämie zu schauen, sondern auch zu fragen, wer eigentlich am anderen Ende der Leitung ist. Denn der Unterschied zeigt sich erst im Ernstfall.
Viele Versicherte haben oft aus Bequemlichkeit Grundversicherung und Zusatzversicherungen bei derselben Gesellschaft. Das ist nicht zwingend die beste Lösung. Grundversicherungen unterliegen dem KVG und können jederzeit gewechselt werden. Zusatzversicherungen hingegen sind freiwillig, werden nach Gesundheitsprüfung abgeschlossen und können bei einem Wechsel nicht garantiert neu abgeschlossen werden.
Das bedeutet: Wer Grundversicherung und Zusatzversicherung konsequent trennt, behält mehr Flexibilität beim jährlichen Prämienvergleich. Wer sie bündelt, kann unter Umständen Rabatte erhalten. Er verliert aber die Freiheit, die Grundversicherung ohne Konsequenzen zu wechseln. Was in Ihrer Situation sinnvoller ist, hängt von Ihrem bestehenden Versicherungsschutz ab. Wir klären das gemeinsam mit Ihnen.

Unsere Expertinnen und Experten analysieren Ihre aktuelle Situation und zeigen Ihnen, was in Ihrem Haushalt wirklich möglich ist. Kostenlos, unabhängig und ohne versteckte Interessen.
Die Grundversicherung deckt die medizinische Grundversorgung. Was genau darunter fällt, ist im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) gesetzlich geregelt und bei allen Krankenkassen identisch. Trotzdem gibt es häufige Missverständnisse darüber, was gedeckt ist und was nicht.
| In der Regel gedeckt | In der Regel nicht gedeckt (häufige Irrtümer) |
| Arztbesuche bei zugelassenen Leistungserbringern (ambulant und stationär) | Zahnarztkosten (ausser bei Unfällen oder bestimmten Erkrankungen) |
| Spitalbehandlungen in der allgemeinen Abteilung (im ganzen Kanton) | Brillen und Kontaktlinsen für Erwachsene |
| Medikamente auf der Spezialitätenliste des Bundes | Komfort im Spital: Halbprivat- oder Privatabteilung |
| Notfallbehandlungen in der Schweiz | Behandlungen im Ausland (ausser Notfall, und auch dann nur begrenzt) |
| Mutterschaft: Vorsorgeuntersuchungen, Geburt, Wochenbett | Viele Bereiche der Alternativ- und Komplementärmedizin |
| Physiotherapie bei ärztlicher Verordnung | Fitnessabonnements und Präventionsmassnahmen (ausser wenige Ausnahmen) |
| Psychotherapie (delegiert oder bei anerkannten Psychotherapeuten) | Kieferorthopädie für Erwachsene |
| Grundlegende Laboranalysen und Röntgenuntersuchungen |
Diese Lücken lassen sich mit gezielten Zusatzversicherungen schliessen. Welche davon für Ihre Situation sinnvoll sind, zeigen wir Ihnen in der Beratung und auf unserer Seite zur Zusatzversicherung.
Mehr zum Thema Zahnversicherung für Kinder, Erwachsene oder Zahnspangenkosten finden Sie in den verlinkten Fachbeiträgen.
PRO VITA berät Privatpersonen und Familien in der ganzen Schweiz. Unsere Expertinnen und Experten sind in allen drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch zu Hause und kennen die regionalen Unterschiede im Schweizer Krankenkassenmarkt aus der täglichen Praxis.
Ob Sie in der Deutschschweiz, der Romandie oder im Tessin wohnen: Sie erhalten eine Beratung, die Ihre Region, Ihre Sprache und Ihre Lebenssituation berücksichtigt.
PRO VITA ist der einzige Versicherungsbroker in der Schweiz, der die Krankenkassenlösung PRO LIFE exklusiv anbietet. PRO LIFE ergänzt die obligatorische Grundversicherung um Leistungen, die das KVG nicht abdeckt. Zum Beispiel Zahnarztkosten für Kinder über ein solidarisches Familienvereinsprinzip.
Ob die Krankenkassenlösung PRO LIFE für Ihre Situation sinnvoll ist, klären wir gerne im persönlichen Gespräch.
Wann und wie Sie die Krankenkasse wechseln können und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie auf unserer Seite zum Krankenkassenwechsel.

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Die Grundversicherung kann einmal pro Jahr auf den 1. Januar gewechselt werden. Die Kündigung muss bis spätestens Ende November beim bisherigen Versicherer eingegangen sein. Steigen die Prämien, erhalten Sie ausserdem ein ausserordentliches Kündigungsrecht: In diesem Fall können Sie auf Ende des übernächsten Monats kündigen, nachdem Sie die Prämienerhöhung schriftlich mitgeteilt bekommen haben.
Wer sich nicht an den vorgeschriebenen Behandlungsweg hält, zum Beispiel ohne Anruf beim Beratungszentrum direkt zum Arzt geht, riskiert, dass die Krankenkasse die Kosten nicht oder nur teilweise übernimmt. In einzelnen Fällen kann auch eine Rückstufung ins teurere Standardmodell erfolgen. Es lohnt sich deshalb, das gewählte Modell und seine Vorgaben gut zu kennen.
Ja. In der Schweiz ist jede Person einzeln versichert. Es gibt nur dann eine gemeinsame Familienpolice, wenn alle Familienmitglieder mit Grund- und Zusatzversicherung bei derselben Krankenkasse versichert sind. Das bedeutet, dass Eltern und Kinder bei verschiedenen Krankenkassen und in verschiedenen Modellen versichert sein können. Dieses sogenannte Splitting kann das Sparpotenzial eines Familienhaushalts erheblich erhöhen, wenn die Modelle gezielt auf die Situation jedes Familienmitglieds abgestimmt werden.
Die Franchise ist der Betrag, den Sie pro Kalenderjahr selbst bezahlen, bevor die Krankenkasse Kosten übernimmt. Sie können zwischen CHF 300 und CHF 2'500 wählen. Der Selbstbehalt ist ein zusätzlicher Kostenanteil von 10%, den Sie auch nach Erreichen der Franchise noch selbst tragen, allerdings maximal CHF 700 pro Jahr (bei Erwachsenen). Beide Beträge zusammen bilden Ihre maximale jährliche Kostenbeteiligung.
Eine hohe Franchise senkt die monatliche Prämie. Sie lohnt sich aber nur, wenn Sie im Jahr wenig medizinische Leistungen in Anspruch nehmen. Wer die Differenz zwischen tiefer und hoher Franchise als Prämienersparnis berechnet und diese mit den erwarteten Arztkosten vergleicht, sieht schnell, ab wann sich welche Variante rechnet. Als Faustregel gilt: Wer im Jahr voraussichtlich weniger als CHF 800–1'000 an Arztkosten hat, fährt mit einer höheren Franchise günstiger.
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